4.000 neue Wohneinheiten in Frankfurt geplant

Noch ist nichts wirklich beschlossen und keine Baugenehmigung erteilt, dennoch sieht es so aus, als könnte Frankfurt in den nächsten Jahren rund 4.000 neue Wohneinheiten bekommen. Das bedeutet Raum für ca. 10.000 Menschen. Die Stadt platzt aus allen Nähten und Wohnraum wird dringend gebraucht. Vertreter der Stadt beschäftigen sich derzeit wieder intensiv mit einem Vorhaben, gegen das es innerhalb der Bevölkerung einige Widerstände gibt. Diskutiert wird über das Projekt bereits seit einigen Jahren.

Es geht um das „Ernst-May-Viertel“, ein riesiges Areal, das sich auf drei Stadtviertel verteilt. Das Gebiet, welches aktuell hinsichtlich des Bauvorhabens geprüft wird, ist 121 Hektar groß und umfasst den Bereich Nordend/Bornheim/Seckbach. Befürworter sagen, dass eine Nutzung Sinn macht, da so die Inanspruchnahme von Flächen im Außenbereich der City vermieden wird.

Ernst May: ein Frankfurter Architekt und Stadtplaner

Benannt ist das potenzielle neue Wohnviertel nach dem Frankfurter Architekten und Stadtplaner Ernst May. May initiierte seinerzeit zwischen 1925 und 1930 das umfangreiche Wohnungsbauprogramm „Neues Frankfurt“.

 Immer was in Bewegung: In Frankfurt sind zahlreiche Neubauprojekte geplant.
Immer was in Bewegung: In Frankfurt sind zahlreiche Neubauprojekte geplant.

Zentraler Punkt: Einhausung der Autobahn

Damit der neue Wohnraum im „Ernst-May-Viertel“ wie geplant entstehen kann, müsste eine Einhausung der A661 vorgenommen werden. Das soll den Verkehrslärm entscheidend reduzieren. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass dazu Gebäudeblöcke im Quartier entlang der Autobahn als Lärmschutzwall dienen könnten. Setzt man diese Gebäude, könnte unter Umständen auf den Bau einer Lärmschutzwand verzichtet werden. Zusätzlich soll über der Autobahn eine „Grüne Mitte“ entstehen. Die Kosten für die Einhausung liegen ersten Schätzungen zufolge bei rund 331 Millionen Euro. Die Einhausung hätte den zusätzlichen Vorteil, dass neben dem Lärmschutz eine neue Vernetzung von Siedlungs- und Grünräumen und eine Wiederherstellung von Wegeverbindungen erreicht wird. Viertel könnten zusammengelegt und neue Grünflächen geschaffen werden.

Acht neue Wohn-Quartiere für Frankfurt

Anders als bei den meisten neuen Wohn-Quartieren in der Mainmetropole würde sich die Bautätigkeit im Gebiet „Ernst May-Viertel“ auf acht kleinere Quartiere verteilen. Die Planungen für die ersten drei Quartiere sind bereits fortgeschritten. Bei diesen Quartieren handelt es sich um das Projekt „Wohnen am nördlichen Günthersburgpark“, die Friedberger Landstraße, südl. Wasserpark („Innovationsquartier“) und die Friedberger Landstraße, östl. Bodenweg („Atterberry-Ost“). Insbesondere beim „Innovationsquartier“ werden Gegenstimmen laut. Hier befinden sich ca. 100 Klein- und Freizeitgärten sowie ein beliebter Abenteuerspielplatz. Beides müsste verlegt werden. In Folge rechnet man im Planungsdezernat nicht damit, dass hier schnell Baugenehmigungen vergeben werden.

Schneller könnte es auf dem Gelände der Gärtnerei Friedrich gehen, das Projekt trägt den Titel „Wohnen am nördlichen Günthersburgpark“. Hier wäre es möglich, dass der Baustart noch in diesem Jahr erfolgt. Allerdings liegen noch keine definitiven Beschlüsse vor.

Wir halten Sie auf dem laufenden, wann in einem dieser Neubau-Quartiere der erste Spaten in den Boden sticht.

Aktuelle Bauvorhaben im Großraum Frankfurt finden Sie auf dem neubau kompass.

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