Europaviertel Frankfurt: vertikale Gärten am Wohnturm EDEN

In Frankfurt am Main entsteht auf einer Industriebrache im Europaviertel zwischen dem Hauptbahnhof und dem Messegelände das Wohnhochhaus „EDEN“: 27 Obergeschosse, 263 Neubau-Eigentumswohnungen und 15.150 m² Wohnfläche sind im Bauprojekt der gsp STÄDTEBAU GmbH geplant. 25 Jahre lag das alte Telenorma-Gelände brach. Zukünftig wachsen vertikale Gärten an dem 98 Meter Wohnturm in die Frankfurter Skyline empor.

Die gsp Städtebau GmbH lobte 2016 einen Realisierungs- und Ideenwettbewerb für ein neues Wohnhochhaus des Projektentwicklers in Frankfurt am Main aus. Das Konzept der Architekturbüros Helmut Jahn Architekten (Büros in Chicago, Berlin und Shanghai) und Magnus Kaminiarz & Cie. Architekturgesellschaft (Frankfurt am Main) gewann mit seinen hängenden Gärten, neben der Dachbegrünung eine seltenere Form der Gebäudebegrünung, den ersten Platz eines Wettbewerbs für das neue Wohnhochhaus der gsp in der Europa-Allee. Dem zunächst unter dem Titel „Tower 90“ geplanten Wohnturm verlieh die gsp schließlich den Namen „EDEN“.

Zwei Wohnungs-Vermarkter aus Frankfurt

Die gsp STÄDTEBAU GmbH mit Sitz in Berlin, beauftragte als Projektentwickler die Unternehmen Jones Lang LaSalle Residential Development GmbH und Mattheußer Immobilienvertriebsgesellschaft mbH (beide mit Sitz in Frankfurt am Main) mit der Wohnungsvermarktung. Der Neubau von 263 Eigentumswohnungen umfasst Einheiten mit 1 bis 5 Zimmern. Zudem soll das Wohnhochhaus im Frankfurter Europaviertel drei Penthäuser umfassen.

Vom Güterbahnhof zum Europaviertel

Das ehemalige Telenorma-Gelände, auf dem das Wohnhochhaus „EDEN“ entsteht, ist Teil des neuen Europaviertels. Dieses konnte durch die Aufgabe des Hauptgüterbahnhofs und seines Rangierfeldes auf den brachliegenden Flächen entstehen, erklärt das Stadtplanungsamt Frankfurt am Main. Zuvor trennten die Bahntrassen die umliegenden Stadtteile Gallus und Bockenheim – dort wird derzeit das Schönhof Viertel mit 2.000 Wohnungen in Bockenheim konkreter. Das Europaviertel – zwischen Messe Frankfurt, Hauptbahnhof, Platz der Einheit und Rebstockgelände – verknüpft die Bezirke besser miteinander. Nach Angaben des Stadtplanungsamtes ist das Europaviertel eines der größten städtebaulichen Projekte Deutschlands.

6.000 Quadratmeter vertikale Gärten

Der Projektentwickler gsp STÄDTEBAU stellt die vertikale Begrünung des Neubaus in den Mittelpunkt. Immerhin soll die Bepflanzung auf mehr als 6.000 Quadratmetern vertikal wachsen, verrät das Büro der Magnus Kaminiarz & Cie. Architekturgesellschaft. Verbessert werden soll mit den hängenden Gärten die Ökobilanz von Frankfurt am Main. Außerdem verbessern die gen Himmel wachsenden Pflanzensysteme das Mikroklima der Wohnungen. Durch die vertikalen Begrünungen sollen sich den Betrachtern neue und abwechslungsreiche Perspektiven bieten. Dass der Wohnturm „EDEN“ mit seiner senkrechten Fassadenbegrünung ein Blickfang wird, veranschaulichen bereits die Entwurfsbilder.

Ganzheitliches Architekturkonzept

Das Architekturkonzept des Wohnhochhauses „EDEN“ zeichnet sich neben seiner begrünten Fassadengestaltung durch die Silhouette der Loggien – mit transparenten Glas-Brüstungen – und die filigrane Glasfassade aus. Die elegante Silhouette des Wohnturms und die kristalline Transparenz seiner Glasfassade verleihen dem „EDEN“ mit ruhiger, sachlicher Rechteckform Ausdruckskraft, ist in der Entwurfsbeschreibung zu lesen. Die Pfosten-Riegel-Konstruktion der Fassade ermöglicht durch sehr schmale Fassadenprofile eine besondere Transparenz.

Das Interieur

Aus jedem Zimmer sind die verglasten Loggien betretbar. Die Panoramafenster sind in allen Räumen raumhoch. Das Wohnkonzept im „EDEN“ beinhaltet einen 24-Stunden-Concierge-Servie an sieben Tagen in der Woche. Das Angebot ergänzt ein Private-Gym. Die Rooftop-Terrasse auf dem Dach des Wohnturms ist wohl mit Sondernutzungsrecht den Penthouse-Bewohnern vorbehalten, ist aus einem Verkaufsangebot mit dreistelligem Millionenbetrag einer knapp 200 Quadratmeter großen Penthouse-Wohnung zu entnehmen. Von der Dachterrasse fährt der Aufzug die 27 Obergeschosse hinunter und weiter unter die Erde bis in die Tiefgarage mit 100 Parkplätzen.

Ob im ersten Obergeschoss oder auf der oben thronenden Rooftop-Dachterrasse: Die Besonderheit des „EDEN“ bleiben seine vertikalen Gärten.

Das „EDEN“ entsteht in der Europa-Alle. In der parallelen Niedernhausener Straße offeriert die Bauwerk Capital GmbH & Co. KG das SOLID Home“ mit 200 neuen Eigentumswohnungen.

21 Etagen und 66 Meter umfasst das Neubau-Vorhaben „SOLID Home“ des Anbieters Bauwerk Capital GmbH & Co. KG im Europaviertel Frankfurt am Main (Bild: Bauwerk Capital GmbH & Co. KG).

Frankfurt am Main ist in Deutschland bekannt für seine Hochhaus-Skyline mit Banktürmen. In Zukunft ergänzt mit dem „EDEN“ ein weiteres Wohnhochhaus das Stadtbild. Weitere Neubau-Vorhaben in Frankfurt am Main finden Sie auf dem neubau kompass.

Titelbild: Magnus Kaminiarz & Cie. Architekturgesellschaft