Neuer Wohnturm in Bahnhofsnähe geplant

Im neuen Quartier „Grand Central“, weniger als drei Fußminuten vom Hauptbahnhof Frankfurt entfernt, wird es einen neuen Wohnturm mit Eigentumswohnungen geben. Insgesamt sind in dem Misch-Quartier „Grand Central“ 600 neue Wohnungen geplant. Davon sind zahlreiche Einheiten gefördert.


Der Gewinner des Architekturwettbewerbs für das Wohnsegment innerhalb des groß angelegten Quartiers steht seit Kurzem fest: das niederländische Büro Mecanoo Architecten aus Delft konnte vor dem Frankfurter Büro Mäckler Architekten den Wettstreit für sich entscheiden. Zahlreiche hochkarätige Architekturbüros haben sich um die Gestaltung des gemischt-genutzten Quartiers nahe dem Hauptbahnhof beworben. Auslober war die Grand Central Frankfurt GmbH, ein Joint-Venture der beiden Projektentwickler Groß & Partner und PHOENIX Real Estate.

Neues Misch-Quartier in Frankfurt Gallus

Gestaltet werden nun in bester Citylage insgesamt 55.000 Quadratmeter neuer Wohnraum. Verteilen sollen sich die 600 Wohneinheiten auf den Wohnturm und ein maximal 60 Meter hohes Nachbargebäude. Ursprünglich sollten in dem Hochhaus Büros entstehen. Die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt Frankfurt sorgte jedoch für einen Switch zur Entwicklung von Wohnraum auf dem Gelände.

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So wird der 140 Meter hohe Wohnturm im Quartier „Grand Central“ aussehen. Bild: Groß & Partner Grundstücksgesellschaft mbH.

Zusätzlich wird es eine Kita mit ca. 1.300 Quadratmetern und Nahversorger plus Gastronomie und einem Hotel geben. Damit ist „Grand Central“ im Gallus ein sehr urbanes Mischquartier in bester Lage. Dass dort nicht nur äußerst gut Verdienende einziehen, ist für Planungsdezernent Mike Josef wichtig. „Wir begrüßen es, dass in dieser zentralen Lage in beachtlichem Umfang neuer Wohnraum entsteht, wovon 30 Prozent geförderte Wohnungen sein werden“, so Mike Josef.

Intelligentes Architekturkonzept

Zugleich soll Grand Central kein abgeschottetes Neubau-Quartier sein, sondern sich mit Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie für angrenzende Bewohner öffnen, wünscht sich der Planungsdezernent. Neben dem herausragenden Fassadendesign und dem Aufsehen erregenden Wohnturm, überzeugte der Siegerentwurf von Mecanoo die Ausschreiber PHOENIX Real Estate und Groß & Partner insbesondere mit dem nachhaltigen und intelligenten Architekturkonzept.

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Beispiel für eine Arbeit von Mecanoo ist die stillgelegte Bahnstrecke in Taiwan. Bild: Mecanoo

Von Amsterdam über Taiwan, China und Italien, um nur einige Stationen zu nennen, sind die Architekten des niederländischen Büros Mecanoo rund um den Globus mit der Entwicklung urbaner Räume und der Konzeption neuer Wohn- und Geschäftsquartiere beauftragt. Insbesondere die Transparenz und das Ineinanderfließen verschiedener Nutzungsarten machen neben der oft ungewöhnlichen Architektur viele dieser Projekte beliebt. Ebenso werden Grün- und Naturflächen geschickt in die Bebauungspläne integriert. Wie zum Beispiel im Projekt „Green Corridor“ in Taiwan. Hier wurde eine still gelegte Eisenbahntrasse komplett neu gestaltet und mit zahlreichen Grünflächen versehen. (Kleines Bild oben)

Noch bleibt spannend, wie das neue Quartier auf dem Gelände des früheren Postverteilungszentrums zwischen Adam-Riese-Straße und Hafenstraße aussehen wird. Noch ist genügend Zeit, denn mit der Realisierung kann frühestens in 2021 begonnen werden. Zunächst wird die Unternehmenszentrale der DB Netz errichtet. DB ist bislang Hauptmieter des 7 Gebäude umfassenden Bürokomplexes auf dem Gelände.

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Nahe der Bockenheimer Anlagen entsteht „PARK VIEW FRANKFURT“. Bild: Deutsche Realwert GmbH

Ebenfalls in guter Lage, bei den Bockenheimer Anlagen, vermarktet die Deutsche Realwert GmbH insgesamt 13 Eigentumswohnungen im Bauvorhaben „PARK VIEW FRANKFURT“.

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