21. August 2020

Zwei Frankfurter Wolkenkratzer im Rennen um den Internationalen Hochhauspreis

Alle zwei Jahre vergeben das Deutsche Architekturmuseum, die DekaBank und die Stadt Frankfurt den Internationalen Hochhauspreis. Die 31 nominierten Wolkenkratzer, die es in die letzte Runde geschafft haben, wurden aus über 1.000 neu entstandenen Hochhäusern der vergangenen ein bis zwei Jahre weltweit ausgewählt.  Unter den nominierten Projekten aus 14 Ländern stammen zwei aus Frankfurt. Lesen Sie mehr über den Preis und die nominierten Frankfurter Hochhausprojekte.

Bei den zwei Frankfurter Türmen, die für Deutschland im Wettbewerb um den Internationalen Hochhauspreis „ins Rennen gehen“, handelt es sich um den Grand Tower, mit 180 Metern das höchste Wohnhochhaus im Land, und den 190 Meter hohen OmniTurm im Bankenviertel, ein Wolkenkratzer, der Büroflächen und Wohnungen beherbergt.

400 Eigentumswohnungen im Grand Tower

Während der OmniTurm vom dänischen Architekturbüro BIG – Bjarke Ingels Group, Kopenhagen, entworfen wurde, stammen die Entwürfe für den Grand Tower vom Frankfurter Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie.

Die über 400 Eigentumswohnungen im Grand Tower verteilen sich auf 47 Geschosse und entsprechen der Luxuskategorie. Bodentiefe, große Fenster bieten faszinierende Sichtachsen auf das Europaviertel und die Frankfurter Skyline. Der Turm wurde so gestaltet, dass es keine Nordwohnungen gibt und in jeder Lage innerhalb des Gebäudes hoher Wohnkomfort gewährleistet ist. Als Gemeinschaftsfläche für alle Bewohner dient das Sunset Deck in der 43. Etage. In privater Atmosphäre eröffnet sich hier ein grandioser Rundumblick auf „Mainhattan“. Ein weiteres Highlight ist der über 960 Quadratmeter umfassende Garten auf dem Dach des Parkhauses. Dieser mit Liebe zum Detail gestaltete Ort in der siebten Etage soll Bewohner und Gäste zum Entspannen einladen.

Deutschlands höchster Wohnturm: Grand Tower. Bild: JLL Jones Lang LaSalle Residential Development GmbH

Nicht zuletzt Details wie diese sind es, die bei der Vergabe des Internationalen Hochhauspreises eine Rolle spielen. Prämiert werden Hochhäuser, die sich durch zukunftsweisende Gestaltung, Funktionalität, innovative Bautechnik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auszeichnen. Der Preis wird am 29. Oktober in der Frankfurter Paulskirche vergeben.

Skydeck im Wohnturm „Grand Tower“. Bild: JLL Jones Lang LaSalle Residential Development GmbH

Zehn nominierte Hochhäuser stammen aus China

Betrachtet man sich die Liste der nominierten Gebäude, fällt schnell auf, dass die Mehrzahl aus dem Reich der Mitte stammt. Insgesamt 10 Hochhäuser auf der „Bestenliste“ wurden in China entworfen und gebaut. Mittlerweile entsteht jedes dritte Hochhaus mit einer Höhe ab 100 Metern, das weltweit errichtet wird, aus China. Europa ist dieses Jahr mit 6 Projekten für den Internationalen Hochhauspreis nominiert, ebenso die USA. Zum ersten Mal ist mit dem Casablanca Finance City Tower in Marokko (Foto unten) auch ein Projekt aus Afrika unter den Finalisten.

Casablanca Finance City Tower. Bild: Jasmine Park, Courtesy Morphosis Architects

Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum

Nach der Preisvergabe wird es vom 31. Oktober bis 21. Februar im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt (DAM) eine Ausstellung zum Internationalen Hochhauspreis geben.Die Ausstellung stellt den Gewinner, die Finalisten und die Nominierten des Wettbewerbs umfassend anhand von Modellen, Filmen, Fotos, Zeichnungen und Texten vor.

Jetzt heißt es Daumen drücken, ob eins der Frankfurter Projekte Ende Oktober das Rennen im Internationalen Hochhauspreis macht.

Detaillierte Informationen zum Grand Tower und den Eigentumswohnungen finden Sie hier

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Titelbild: Grand Tower / JLL Jones Long LaSalle Residential Development GmbH