22. September 2020

Stadt-Quartier Süd mit 700 Neubauwohnungen entsteht in Neu-Isenburg

In Neu-Isenburg, rund 10 Kilometer entfernt von Frankfurt, wird in den kommenden Jahren ein neues Stadt-Quartier entstehen. Bis zu 700 Neubauwohnungen für rund 1.700 Menschen, Büros für 1.900 Arbeitsplätze, eine Kita, Hotels und ein Supermarkt sind geplant, ebenso gastronomische Angebote. Gebaut wird in mehreren Abschnitten und spätestens 2024 soll das Ganze fertig sein zum Bezug. Lesen Sie mehr zum neuen Wohnraum in Neu-Isenburg!

Insgesamt 115.000 Quadratmeter umfasst die derzeit zum größten Teil brachliegende Fläche zwischen Frankfurter Straße, Schleussnerstraße und der Hugenottenallee, auf welcher der neue Wohnraum entsteht. Als Bauherren fungieren die GEWOBAU sowie Groß & Partner. Im Frühjahr dieses Jahres hat das Stadtparlament das „Go“ gegeben und den Bebauungsplan Nr. 55, der sich auf das neue Stadt-Quartier Süd bezieht, genehmigt. Demnach sind 60 Prozent der Fläche für Wohnareale und 40 Prozent für Gewerbeeinheiten vorgesehen.

Lange Zeit brach liegendes Gewerbe-Areal

Lange befanden sich auf dem Areal eine Niederlassung von Agfa und eine Außenstelle der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein. Beide Gebiete sind so aufgeteilt, dass Groß & Partner auf dem ehemaligen Agfa-Gelände baut und GEWOBAU sich der Flächen der früheren Branntwein Bundesmonopolverwaltung annimmt.

Ausschnitt aus dem Bebauungsplan für das Stadt-Quartier Süd. Bild: AS+P

Die geplanten 700 neuen Wohneinheiten in Neu-Isenburg setzen sich aus Miet- und Eigentumswohnungen zusammen. Letztere werden allerdings in der Minderheit sein. Der überwiegende Teil der Wohneinheiten wird zur Miete realisiert. Zudem wird ein 4.500 großer öffentlicher Park entstehen und ein ca. 2.800 qm umfassender Quartierplatz.

Ein urbanes Gebiet für 1.700 Menschen

Ziel ist vor allem, im Rahmen eines urbanen Gebietes so viel Lebensqualität wie möglich zu erzeugen. Deshalb wurden Bürgerinnen und Bürger von Neu-Isenburg bereits früh an der Entstehung des neuen Quartiers beteiligt. Bereits 2012 organisierte die Stadt Neu-Isenburg für Interessierte Führungen über das Gelände und forderte auf, sich im Rahmen von Bürger-Veranstaltungen an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen. Eine Herausforderung für das Planungsbüro AS+P Albert Speer + Partner bestand darin, die bei einem gemischten Quartier schnell entstehenden Lärm- und Geruchsemissionen weitestgehend zu vermeiden.

Um die hohen Ansprüche der Beteiligten hinsichtlich der Qualität der neuen Gebäude zu gewährleisten, sollen sich die architektonischen Grundzüge der Bauten nach einer internen Gestaltungsfibel richten. Diese verstehen die Verantwortlichen als roten Faden, der die gemeinsame Richtung bei der Gestaltung des neuen Quartiers legen soll. Der Leitfaden gibt Vorschläge zur Gestaltung von Balkonen, Fenstern, Fassaden, Türen und Dächern. Derzeit geplant sind zum Großteil fünfgeschossige Häuser in zeitlos elegantem Ambiente, deren Dächer begrünt sind.  

Ein weiteres Neubauprojekt in Neu-Isenburg: La Vie. Bild: schuettke.immobilien GmbH & Co. KG

Bei den Bestandsgebäuden werden charakteristische Bauten erhalten bleiben. Dazu gehört zum Beispiel das Ziegelsteingebäude der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung für Branntwein, das zusammen mit der dazu gehörigen Halle saniert wird und später eine Kita beherbergen wird. Der Großteil der sich auf dem Areal befindenden alten Gewerbehäuser wird allerdings ab diesem Jahr beseitigt. Die eigentlichen Bauarbeiten für das Stadt-Quartier Süd sollen dann im kommenden Jahr beginnen. Die Fertigstellung wird für 2024 erwartet.

Derweil entsteht in der Anny-Schlemm-Straße 1-7, ebenfalls in Neu-Isenburg, das Neubauprojekt „La Vie“ mit 37 Eigentumswohnungen. Dieses Bauvorhaben ist voraussichtlich 2022 fertig zum Bezug.

Finden Sie weitere Neubauprojekte auf dem neubau kompass.

Titelbild: Groß & Partner